Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UG-SanEL)
Bei Katastrophen und bei größeren Schadensereignissen mit einem Massenanfall von Verletzten, deren Bewältigung auf Grund des Schadensumfangs einen Koordinierungsaufwand in besonderem Maße erfordert, werden sowohl der "Organisatorische Leiter" als auch der "Leitende Notarzt" zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben an der Einsatzstelle zusätzliche Unterstützungskräfte benötigen.
Für diese Fälle kann für den Bereich einer Kreisverwaltungsbehörde von den Hilfsorganisationen in Abstimmung mit der Kreisverwaltungsbehörde eine
Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung – UG-SanEL -
aufgestellt werden.
5.1 Aufgaben der UG-SanEL:
Die UG-SanEl unterstützt die Sanitäts-Einsatzleitung bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben. Der organisatorische Leiter und der Leitende Notarzt sind für ihren jeweiligen Aufgabenbereich weisungsbefugt gegenüber allen Mitgliedern der UG-SanEL.
Insbesondere wird die UG-SanEL unterstützend bei der Wahrnehmung folgender Aufgaben tätig:
- Sichtung, Einrichtung von Erstversorgungsbereichen vor Ort
- Verletztenerfassung
- Verletztenabtransport einschließlich Einweisung und Koordination der Transportmittel vor Ort
- Kommunikation
Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern vom 01.09.1999
Nr. ID4-2252.22-7
Die UG-SanEl des BRK KV Rosenheim wurde im August 2001 nach einer "Bewerbung" unsererseits vom Landratsamt Rosenheim bestätigt.
Als zentrales "Medium" für die Aufgaben der UG-SanEl im Kreisverband Rosenheim wird unser seit nunmehr über 20 Jahren bewährter Einsatzleitwagen "ELW 2" (neues Fahrzeug seit Ende 1999) verwendet.
Dienstzeiten
Nachdem die Stadt Rosenheim eine sog. "Kreisfreie Stadt" ist, gibt es bei uns jeweils eine UG-SanEL für den Landkreis Rosenheim sowie eine UG-SanEL für die Stadt Rosenheim.
Für den Landkreis Rosenheim wurde der BRK Kreisverband Rosenheim mit dem Betrieb einer UG-SanEL beauftragt.
Für die Stadt Rosenheim wurden die Kollegen vom Malteser Hilfsdienst (MHD) Rosenheim mit dem Betrieb einer UG-SanEL beauftragt.
Um nun beiden Organisationen den Wirkungsbereich sowohl über die Stadt als auch den Landkreis zu ermöglichen (wie auch bei den ELRD's sowie den OrgEl's praktiziert) teilen wir den UG-SanEL-Dienst zwischen beiden Organisationen:
- Jeweils vom 01. des Monats 00:00 (Alarmzeit) bis zum 07. des Monates 24:00 Uhr (Alarmzeit) versehen die Kollegen des MHD den UG-SanEL-Dienst für die Stadt und den Landkreis Rosenheim.
- Der jeweilige Rest des Monates wird auch im Bereich der Stadt und des Landkreises Rosenheim durch uns versorgt.
Im Einsatzfall kann das diensthabende UG-SanEL-Team der jeweiligen Organisation die andere Organisation zur Unterstützung zusätzlich alarmieren lassen.
Hierzu hat jede UG-SanEL eine weitere "Hintergrund"-Schleife.
Unsere UG-SanEL gliedert sich in 2 Bereiche:
Offiziell vom Landratsamt Rosenheim bestellte UG-SanEL Mitglieder
08 Helfer und Helferinnen
Aufgaben: (lt. MANV-Richtlinie)
- Kommunikation
- Unterstützung des OrgEl und des LNA's bei der Sichtung und bei der Einrichtung von Erstversorgungsbereichen vor Ort
- Verletztenerfassung (= Registrierung der Betroffenen [= Verletzte und Unverletzte])
- Koordination der Transportmittel
Ergänzungs- und Fernmeldeeinheit:
10 Helfer und Helferinnen
Leider dürfen für die offizielle Aufgabe "UG-SanEL" nicht mehr als 8 Helfer von der Kreisverwaltungsstelle bestellt werden. (Hier sollte u.E. die MANV-Richtlinie dringend den wirklichen Erfordernissen angepasst werden !!!)
Um trotzdem dem einsatztaktischen Aufgabenumfang auch im Ernstfall gerecht werden zu können, hält der BRK Kreisverband Rosenheim weitere eingewiesene und geschulte Helfer zur Unterstützung der UG-SanEL bereit. Diese Helfer werden im Alarmfall automatisch mit der UG-SanEL mitalarmiert und sofort miteingesetzt.
Ergänzend zu diesen Rot-Kreuz-Helfern stehen mehrere ebenfalls über Funkmeldeempfänger alarmierbare Helferinnen des KAB (= AAB) zur Verfügung, die ebenfalls automatisch mitalarmiert und für Registrierungsaufgaben eingesetzt werden.
Aufgaben der Ergänzungs- und Fernmeldeeinheit:
- Unterstützung bei der Kommunikation
- Unterstützung bei der Sichtung
- Unterstützung beim Einrichten von Erstversorgungsbereichen vor Ort
- Unterstützung bei der Koordination des Verletztenabtransportes einschließlich Einweisung und Koordination der Transportmittel vor Ort
- Unterstützung bei der Registrierung von Betroffenen und Einsatzkräften